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Die Bedeutung des Cholesterins

Die Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2007 belegen, dass in Deutschland 385684 Menschen
an Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems verstorben sind, womit diese weiterhin die häufigste Todesursache in Deutschland darstellen. Neben Diabetes, Rauchen, Bluthochdruck, Bewegungsmangel und Übergewicht ist auch ein erhöhter Cholesterinwert ein Risikofaktor. Dieser kann genetisch bedingt oder durch falsche Ernährung entstanden sein.

 

Wir möchten Sie an diesem Tag ausführlich über die Risiken und die mögliche Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen informieren.

 

Was ist Cholesterin?

Cholesterin – der Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt ‚Galle‘ (griech. Chole) und ‚fest‘ (griech. Stereos) – gehört zu den Grundsubstanzen des menschlichen Organismus und ist Bestandteil aller menschlichen Gewebe.

 

Cholesterin ist eine schlecht wasserlösliche Substanz. Der Körper muss daher einen Weg finden, die Fette im Blut zu transportieren. Dies geschieht durch Lipoproteine. Sie bestehen aus Fett (Lipid) und Eiweiß (Apoprotein) und transportieren das Cholesterin über die Blutgefäße zu den Körperzellen. Lipoproteine gibt es mit niedriger (LDL) und hoher (HDL) Dichte.

 

LDL-Cholesterin: der ‚böse‘ Cholesterintransport

LDL (engl. Low Density Lipoprotein) bringt Cholesterin zu den verschiedenen Organen des Körpers, wo es über spezielle Aufnahmestellen, den sogenannten Rezeptoren, in die Zellen eingeschleust wird. Ist das Cholesterinangebot größer als die Aufnahmekapazität der Zelle, gibt LDL Cholesterin im Blut ab, wo es sich in den Gefäßwänden ablagert. Dadurch verengen sich mit der Zeit die Blutgefäße. Die Ablagerungen – sogenannte Plaques – können sich jedoch irgendwann loslösen und ‚platzen‘. Die Folge: Eine örtliche Thrombose. Beide Veränderungen, die Einengung und das ‚Platzen‘ der Ablagerungen können zum Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Deshalb sollte der LDL-Cholesterinwert im Blut möglichst niedrig sein.

 

HDL-Cholesterin: der ‚gute‘ Cholesterintransport

HDLs (engl. High Density Lipoprotein) sind dagegen nützliche Cholesterintransportformen. Sie nehmen überschüssiges Cholesterin aus den Körperzellen und dem Blut auf und bringen es zur Leber zurück. HDL kann auch bereits an den Gefäßwänden gebundenes Cholesterin wieder herauslösen. Es leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Verhinderung der Gefäßverkalkung. Daher gilt: Je mehr HDL, desto besser.

 

Behandle auch das Risiko, nicht nur den Cholesterinwert!

Bei der Frage, ob eine cholesterinsenkende Behandlung z. B. mit sogenannten Statinen notwendig ist, war bislang vor allem die Höhe des Cholesterinwertes entscheidend. Statine werden als Dauertherapie zur Senkung der Blutfette – wie erhöhtem Cholesterinspiegel – eingesetzt, falls Diät und andere Maßnahmen nicht greifen.

 

Doch nicht immer ist nur ein erhöhter Cholesterinwert die Ursache für Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Eine mehrjährige Studie hat gezeigt, dass sich bei vielen Patienten das Infarktrisiko durch Statine senken lässt, und zwar unabhängig von der Höhe des Cholesterinwertes. Neben dem Cholesterinwert ist somit das Wissen um das persönliche Infarktrisiko besonders wichtig. Weitere Risikofaktoren sind u.a. Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen und Übergewicht.

 

Bestimmung des Cholesterinwertes – Machen Sie sich schlau!

Der Cholesterinwert wird durch eine einfache Blutentnahme (Nüchternwert) bestimmt. Einmalig erhöhte Werte sagen noch nicht viel aus. Vielmehr sollte in einem solchen Fall der Test wiederholt und die Untereinheiten HDL (Cholesterin hoher Dichte) und LDL (Cholesterin niedriger Dichte) bestimmt werden. Außerdem werden noch die Triglyceride (Neutralfette) bestimmt. Erhöhte Triglyceridwerte wirken auch an der Entstehung einer Gefäßverkalkung mit.

 

Neben regelmäßigen Cholesterintests hilft bei der Abschätzung des individuellen Risikos, der sogenannte PROCAM-Risiko-Score , der anhand von acht Parametern das 10-Jahres-Risiko für einen Herzinfarkt berechnet:

 

Alter, LDL-Wert, HDL-Wert, Triglycerid-Wert, Systolischer Blutdruck; Raucher, Diabetiker, Herzinfarkt in der Verwandtschaft; Fragen Sie Ihren Arzt danach oder informieren Sie sich im Internet unter: http://www.chd-taskforce.de/

 

Testen Sie Ihren Cholesterinwert!

 


 

Aktionspartner werden mit kostenfreiem Infomaterial versorgt.

Aufkleber, Flyer und Poster können bei der Geschäftsstelle angefragt werden.

 

Strukturformel Cholesterin

cholesterinformel

Strukturformel Triglyzerid

 

triglycerid