Das „Lp(a) Update 2026“ in München liegt inzwischen einige Wochen zurück. Die dort diskutierten Fragen bleiben jedoch hochaktuell: Welche Bedeutung hat die Bestimmung von Lipoprotein(a) für die kardiovaskuläre Prävention? Wie sollten Patient*innen über deutlich erhöhte Werte aufgeklärt werden? Und wie könnte sich die Behandlung in den kommenden Jahren verändern?
Im Rahmen der Veranstaltung haben Expert*innen zentrale Fragen zu ihren Vorträgen in kurzen Video-Statements beantwortet. Diese Beiträge haben wir nun in einer YouTube-Playlist zusammengestellt.
Lp(a)-Testung als Bestandteil der Prävention
Prof. Dr. Zanfina Ademi beschäftigt sich mit dem klinischen und ökonomischen Nutzen der Lp(a)-Bestimmung. In ihrem Statement erläutert sie, warum die Testung stärker in Präventionsstrategien und Erstattungsmodelle integriert werden sollte. Dabei wird deutlich, dass eine frühzeitige Risikoerkennung nicht nur für die individuelle Versorgung, sondern auch aus gesundheitsökonomischer Perspektive relevant ist.
Forderungen der Brussels International Declaration
Prof. Dr. Florian Kronenberg greift die Brussels International Declaration zu Lp(a)-Testung und -Management auf. Er erklärt, welche ihrer Forderungen aus seiner Sicht besonders wichtig und welche Veränderungen notwendig sind, damit erhöhte Lp(a)-Werte früh erkannt und im weiteren Risikomanagement angemessen berücksichtigt werden.
Patient*innen verständlich und handlungsorientiert aufklären
Ein deutlich erhöhter Lp(a)-Wert kann bei Patientinnen Unsicherheit und Sorge auslösen. Dr. Anja Vogt erläutert, wie Ärztinnen den Befund verständlich erklären und seine Bedeutung für die langfristige kardiovaskuläre Prävention vermitteln können. Im Mittelpunkt steht eine sachliche Aufklärung, die das Risiko ernst nimmt, zugleich aber unnötige Ängste vermeidet und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigt.
Die zukünftige Rolle der Lipoproteinapherese
Mehrere spezifische Lp(a)-senkende Wirkstoffe befinden sich derzeit in der klinischen Entwicklung. Damit stellt sich auch die Frage, welche Rolle die Lipoproteinapherese künftig spielen wird. Prof. Dr. Volker Schettler ordnet ein, wie sich ihr Stellenwert verändern könnte, wenn wirksame und spezifische medikamentöse Therapieoptionen verfügbar werden.
Langzeiterfahrungen aus der Pro(a)LiFe-Studie
Prof. Dr. Reinhard Klingel blickt auf Langzeiterfahrungen mit der Lipoproteinapherese zurück. Die Pro(a)LiFe-Daten umfassen Beobachtungszeiträume von bis zu zwölf Jahren. Im Video erläutert er, welche zentrale Botschaft sich daraus für die Versorgung von Patient*innen mit hohem Lp(a) und fortschreitender atherosklerotischer Herz-Kreislauf-Erkrankung ableiten lässt.
Fünf Perspektiven auf aktuelle Fragen der Lp(a)-Versorgung
Die Video-Statements zeigen, wie vielfältig die aktuellen Fragestellungen rund um Lipoprotein(a) sind. Sie reichen von Testung, Prävention und Gesundheitsökonomie über die Kommunikation mit Patient*innen bis hin zu etablierten und zukünftigen Therapieoptionen.
Alle Statements finden Sie in unserer YouTube-Playlist: